Siebenbürgen

Sighișoara

Sighișoara gilt als eine der schönsten mittelalterlichen Städte Europas und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Ihre Altstadt thront auf einem Hügel und ist vollständig von einer Stadtmauer umgeben.

Enge Gassen, bunte Häuser und steile Treppen verleihen der Stadt einen märchenhaften Charakter. Besonders bekannt ist der Uhrturm, das Wahrzeichen der Stadt, in dem sich heute ein Museum befindet.

Sighișoara ist außerdem der Geburtsort von Vlad III, dem historischen Vorbild für Graf Dracula. Sein Geburtshaus in der Burgstadt kann heute besichtigt werden – es beherbergt ein Restaurant und ein Museum.

Stundenturm Sighisoara, Rumänien. Mittelalterliche Uhr mit Figuren. Sehenswürdigkeit in Siebenbürgen.
Blumen in einer Nische, Viscri, Rumänien. Mittelalterliche Architektur, gelbe und lila Blumenarrangements.

Viscri

Viscri ist ein kleines Dorf im Herzen Siebenbürgens, das über die Grenzen Rumäniens hinaus durch seine sächsische Kirchenburg bekannt ist. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die gepflasterten Straßen und die bunten Häuser mit ihren hohen Torbögen vermitteln das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Viele der Bewohner leben noch nach alten Traditionen. Sie fahren mit dem Pferdewagen, betreiben Handwerk und nachhaltige Landwirtschaft.

Viscri wird maßgeblich von der alles überragenden Burganlage mit sechs Wehrtürmen geprägt. Die Kirche stammt aus dem 12.–13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert befestigte man die Kirche nach den ersten türkischen Einfällen und baute einen Wehrring mit Wehrtürmen.

Rupea

Die Stadt Rupea liegt zwischen Brașov und Sighișoara und ist besonders für ihre imposante Burg Rupea bekannt, die hoch über der Stadt thront.

Die im 14. Jahrhundert erbaute Burg wurde auf den Resten einer dakischen Festung errichtet. Nach einer umfassenden Restaurierung ist sie wieder zugänglich und bietet einen Panoramablick über das siebenbürgische Hügelland.

Ziegelmauerwerk der Burg Rupea, Rumänien. Historische Architektur mit Blick auf grüne Hügellandschaft.
Ruine Kerz, Rumänien: Blick durch ein gotisches Fenster auf den blauen Himmel mit Wolken. Historische Architektur.

Cârța

Kerz liegt im südlichen Siebenbürgen am Fuße der Făgăraș-Berge und beherbergt die Ruine der Abtei Kerz, das älteste und bedeutendste Zisterzienserkloster Rumäniens. Der deutsche Name lautet „Unserer lieben Frau zu den Kerzen”, der rumänische „Mănăstirea Cârța” und der lateinische „Sancta Maria de Candelis”.

Es wurde um 1200 gegründet und war das östlichste Kloster des Ordens in Europa. Obwohl die Anlage im 15. Jahrhundert teilweise zerstört wurde, sind die Ruinen beeindruckend gut erhalten und wirken in der weiten Landschaft fast mystisch.

Ein Teil der Kirche wird heute wieder von der evangelischen Gemeinde genutzt. Sehenswert sind die Klosterruine, der Friedhof mit alten sächsischen Grabsteinen und der Blick auf die Karpaten.